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Die Geschichte der Burg Tematín
Burg Tematín liegt im Považský Inovec – Gebirge in der Westslowakei. Die Lage der Burg bietet
einen weiten Blick auf das Tal des Flusses Váh, dem längsten Fluss der Slowakei. Burg Tematín war
eine der Burgen zu den Schutzzwecken an der ungarischen Grenze gebaut und gleichzeitig war ein
Zufluchtsort für die Bevölkerung im Falle einer Gefahr.
Burg wurde um 1250 nach dem Tatarensturm in unser Territorium erbaut, und nur Steingebäude
konnten sich gegen Angreifer der Reiterei verteidigen.
Die Burg gehörte mehreren bedeutenden und reichen Familien, die die Burg nach und nach
fertigstellten und befestigten. Die heutige Form wurde um 1700 erbaut, als die Burg die Familie
Berčéni besaß. Mikuláš Berčéni war angeblich ein Fechtlehrer der französischen Musketiere am Hof
​​des französischen Monarchen Ludwig XIV. Und wurde später Generalhauptmann der
Rebellentruppen von František Rákoci II. Nach der Niederlage dieses Aufstands musste er die Burg
verlassen und die kaiserlichen Truppen brannten die Burg 1710 nieder. Seitdem sie verkam und ist
verwildert.

Bürgergemeinschaft Hrad Tematín (OZ)
Bürgergemeinschaft Burg Tematin wurde 2007 von einer Gruppe von Studenten zusammen mit
Freunden und Bekannten gegründet, die sich um die Rettung der Burg kümmerten. Im Frühjahr 2008
begannen intensive Arbeiten wie Mähen und Sägen von Grün im Schloss. Bis 2014 wurde
hauptsächlich an Wochenenden gearbeitet, und seit 2014 hat sich OZ entschlossen, an dem Projekt
"Restaurierung von Burgen mit Hilfe von Arbeitslosen" teilzunehmen, das vom Ministerium für Kultur
und Ministerium für Arbeit, Soziales und Familie gemeinsam umgesetzt wird. Saisonarbeiter arbeiten
6 bis 7 Monate im Jahr auf der Burg und werden von Freiwilligen am Wochenende ersetzt. Die
Arbeiten an der Burg werden durch Zuschüsse des Kulturministeriums der Slowakischen Republik,
verschiedener Stiftungen, Spender eines Teils der gezahlten Steuern und williger Beiträger finanziert,
die zur Deckung der für die Durchführung der Projekte erforderlichen Kosten beitragen.

Archäologische Forschung
Die Forschung auf der Burg Tematín ist seit 2010 im Gange und konzentriert sich auf die wichtigsten
Orte, die durch statische Störungen beschädigt wurden, Orte, an denen die Erhaltung notwendig ist,
oder Orte, die für Rettungsarbeiten auf der Burg unbedingt erforderlich sind. Es wird unter der
Aufsicht von zugelassenen Archäologen, dem Regionalen Denkmalamt und Architekten mit
Spezialisierung für die Geschichte durchgeführt. Alle Ausgrabungen werden ausschließlich von Hand
und ohne den Einsatz schwerer Mechanismen ausgeführt. Die Ergebnisse der Forschung helfen, das
Leben unserer Vorfahren an diesem Ort zu rekonstruieren und helfen uns gleichzeitig, den
schrittweisen Wiederaufbau der Burg besser zu verstehen. Diese Informationen helfen auch dabei,
den Umfang und die Art der Erhaltungsmaßnahmen zu bestimmen. Die gefundenen Funde werden
katalogisiert und in die Verwaltung des jeweiligen Museums weitergeleitet. Nach Fertigstellung des
Ausstellungsraums wird ein Teil dieser Funde direkt in der Burg ausgestellt.

Ziel der Burgrettung
Ziel ist es, die Originalteile in Form der Konservierung und teilweisen Restaurierung der notwendigen
Elemente zu erhalten und zu schützen. Auf den Fundamenten der alten werden keine neuen
Gebäude gebaut, da wir ihre Form nicht kennen. Es sind keine Bilder oder Dokumente erhalten
geblieben, die uns klar sagen würden, wie die technischen Details aussahen. Ihre Position in der
Gesellschaft und in der natürlichen Umwelt bestimmt, dass sie ein bescheidener Bildungs- und
Präsentationsbereich in wunderschöner Natur sein wird. Durch mehrtägige Kurse werden die
Menschen in verschiedenen historischen Handwerken geschult und erhalten so zeitgenössische
Techniken, die heute unwiederbringlich verloren gehen.